Immobilienzinsen

Immobilienkreditzinsen: Wichtige Faktoren

Neben den Baukosten oder dem Kaufpreis entscheiden die Immobilienzinsen wesentlich über die Gesamtkosten. Doch welche Faktoren beeinflussen die Zinshöhe? Sowohl die Marktentwicklung als auch die aktuelle Wettbewerbssituation und die Bonität spielen eine Rolle. Mittels kluger Finanzplanung können Investoren ihre Kosten auf ein Minimum senken.

Marktentwicklung und Laufzeit

Immobilienkredite

Die Immobilienkreditzinsen verändern sich im Lauf der Zeit. Sie orientieren sich an der allgemeinen Zinsentwicklung, welche die Europäische Zentralbank mit ihrer Zinspolitik bestimmt. Über wenige Jahre hinweg können sich hier erhebliche Änderungen ergeben, Zinssenkungen oder Zinserhöhungen von einem Prozent und mehr innerhalb kurzer Zeit kommen öfters vor. Für Interessierte an einem Immobiliendarlehen bedeutet das: Bestenfalls schließen sie ihren Kredit ab, wenn der Zinssatz momentan niedrig liegt. Drohen in Bälde Zinserhöhungen, sollten sie nicht mehr lange zögern. Stehen dagegen Zinssenkungen in Aussicht, empfiehlt sich abwarten.

Aus dem aktuellen Zinsniveau sollten Verbraucher eine weitere Konsequenz ziehen: die optimale Laufzeit vereinbaren. In einer Niedrigzinsphase treffen sie auf folgende Situation: Baugeld für 5 Jahre kostet sehr wenig Geld. Baufinanzierungen über 15 oder 15 Jahre bewegen sich historisch auch auf niedrigem Niveau, Kunden müssen aber im Vergleich zu den 5-Jährigen Angeboten einen Zinsaufschlag zahlen. Manche bevorzugen dann das Baugeld über 5 Jahre, weil sie jeden Cent sparen wollen. Doch das erweist sich nicht als vorausschauend. Die Wahrscheinlichkeit liegt hoch, dass sich die Zinsen irgendwann wieder nach oben entwickeln. In diesem Fall geht die Anschlussfinanzierung in 5 Jahren mit höheren oder sogar deutlich höheren Kosten einher. In diesem Beispiel empfiehlt sich stattdessen eine langjährige Zinsbindung, Kreditnehmer sichern sich langfristig die momentan guten Immobilienzinsen. Die Planungssicherheit kommt als weiteres Argument hinzu.

Individuell günstigsten Anbieter wählen

Zudem interessiert die Frage, für welche Banken sich Verbraucher entscheiden. Zwischen den Anbietern finden sich enorme Zinsunterschiede. Nutzen Interessierte einen Kreditrechner Immobilien, minimieren sie ihre Kosten. Solche Vergleichsportale zeichnen sich durch einen Vorteil aus: User tragen alle Eckdaten wie Kredithöhe und Laufzeit nur ein Mal ein, anschließend präsentiert der Rechner die aktuellen Konditionen zahlreicher Anbieter. Verbraucher erkennen rasch, wo sie eher günstig finanzieren können. Zugleich sehen sie wichtige, weitere Vertragsdetails. So lesen sie nach, inwieweit sie Sondertilgungen vornehmen können und ob Banken dafür Gebühren verlangen.

Bei den besten Instituten sollten Investoren anschließend eine konkrete Kreditanfrage stellen. Allein auf diesem Weg recherchieren sie den individuellen Zinssatz. Im Bereich der Hausfinanzierung finden sich in der Regel nur bonitätsabhängige Immobilienzinsen: je höher die Kreditwürdigkeit, desto geringer der Zinssatz. Vor allem der Höhe des Einkommens sowie der Sicherheit des Arbeitsverhältnisses kommt eine wichtige Bedeutung zu. Diese konkreten Kreditangebote sollten Verbraucher in Ruhe vergleichen.

Zusätzlich sollten sie in der Planungsphase nach billigen Förderkrediten Ausschau halten. Einen Blick verdient das Förderprogramm Energieeffizientes Bauen der öffentlich-rechtlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau. Pro Wohneinheit erhalten Kreditnehmer bis zu 50.000 Euro, die Immobilienzinsen dafür liegen weit unter Marktniveau. Bei einer besonders hohen Energieeffizienz gewährt die KfW sogar einen Tilgungszuschuss von 5.000 Euro. Diese Kredite beantragen Interessierte nicht direkt bei der KfW, sondern bei ihrer Hausbank.

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