Wohnriester Verwendung

Einsatzmöglichkeiten von Wohn-Riester

Da es sich um eine staatliche Förderung zur Altersversorgung handelt, ist die Wohnriester Verwendung eingeschränkt. Es geht darum, mietfreies Wohnen im einkommensschwachen Rentenalter zu ermöglichen. Deshalb kann beispielsweise ein Bausparvertrag mit Wohnriester nicht frei verwendet werden, sondern nur für eine selbst genutzte Immobilie. Dies kann der Kauf sowie der Bau eines Hauses sein, mit dem Wohnriestervertrag kann aber auch eine eigene Immobilie entschuldet werden.

Förderbare Immobilien

Wohnriester

Neben dem auf unbestimmte Zeit selbst bewohnten eigenen Haus oder der Eigentumswohnung ist die Wohnriester Verwendung auch bei einer Immobilie mit lebenslangem Wohnrecht möglich. Diese Regelung verhindert, dass pflegebedürftig gewordene Menschen, die in ein Pflegeheim umziehen müssen, beim Verkauf ihrer Immobilie die staatlichen Zulagen zurückzahlen müssen. Weiterhin förderbar sind selbst genutzte Genossenschaftswohnungen bzw. Genossenschaftsanteile. Wer ein Mehrfamilienhaus kaufen möchte, braucht getrennte Finanzierungen für den selbst bewohnten Teil mit Wohn-Riester sowie für den Rest der Immobilie. Die selbst genutzte Immobilie kann sich auch außerhalb Deutschlands, muss sich jedoch innerhalb der EU bzw. einem Staat mit entsprechendem Partnerabkommen befinden.

Was nicht gefördert wird

Die Wohnriester Verwendung ist eingeschränkt auf Immobilien, die als Hauptwohnsitz geeignet sind. Deshalb ist der Einsatz für Ferienwohnungen oder Gartenhäuschen nicht möglich. Modernisierungen und Instandsetzungen sind ebenfalls nicht förderfähig. Die geförderte Immobilie darf nicht vermietet werden. Lediglich für den Fall beruflicher Verpflichtungen, die für eine begrenzte Zeit eine Verlegung des Hauptwohnsitzes an einen anderen Ort erfordern, ist eine zeitweise Vermietung befristet erlaubt. Hierfür ist eine Genehmigung nötig, und spätestens im Rentenalter muss die Immobilie wieder selbst genutzt werden.

Erweiterungen durch das Altersvorsorge-Verbesserungsgesetz

Seit dem 1. Januar 2014 fallen auch behinderten- und altersgerechte Umbauten unter die Förderung, wobei die Vorgaben der DIN 18040 Teil 2 für barrierefreies Bauen zu erfüllen sind. Dabei müssen mindestens 6.000 Euro für die Maßnahmen in den ersten drei Jahren nach dem Bau oder Kauf der Immobilie aus dem Riestervertrag entnommen werden. Liegt der Kauf oder Bau länger zurück, müssen mindestens 20.000 Euro investiert werden. Seit 2014 kann außerdem Guthaben aus einem "normalen" Riesterrenten-Vertrag ganz oder anteilig verwendet werden, um eine eigene Immobilien zu entschulden. Der Mindestbetrag beläuft sich in diesem Fall auf 3.000 Euro, weitere 3.000 Euro müssen mindestens im Sparvertrag verbleiben.

Verkauf der riestergeförderten Immobilie

Wer seine Immobilie nicht mehr selbst nutzt, verliert normalerweise seinen Anspruch auf Förderung. Die bisher erhaltenen Zulagen müssen zurückgezahlt und sofort mit dem persönlichen Steuersatz versteuert werden. Um dies zu vermeiden, gibt es die Möglichkeit, innerhalb der ersten fünf Jahre nach Verkauf in eine neue Immobilie zu investieren, die wieder selbst genutzt wird. Wer dies nicht möchte, kann den Riestervertrag umwandeln und innerhalb eines Jahres Geld in einen "normalen" Riestervertrag einzahlen. Mit der Einzahlung in diese Rente wird der Kontostand des Wohnförderkontos verringert, was die Steuerlast senkt. Wer in Form der Einmalzahlung seine Steuern für den Wohnriester-Vertrag beglichen hat, ist übrigens noch 20 Jahre lang verpflichtet, bei Verkauf den erhaltenen Rabatt nachzuversteuern. Erst danach interessiert sich der Staat nicht mehr für die weitere Verwendung der Immobilie.

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