Wohn Riester Förderung

Die Förderung der Wohnriester Verträge

Die sogenannte Wohn Riester Förderung entstand aufgrund der Tatsache, dass das Niveau der Renten seit 2002 erheblich gesunken war. Somit musste sich die Politik eine Möglichkeit überlegen, wie man die private Vorsorge der Bürger verbessern kann. Es gibt viele verschiedene Varianten eines Riestervertrages, wie die Riester Rente, der Riester Bausparvertrag, den Riester Banksparplan und den Riester Fondsparvertrag. Für den Bau eines Eigenheims bietet die Wohnriester Förderung einige Vorteile für den Anleger, die manche normalen Darlehen nicht haben.

Wer ist berechtigt?

Wohnriester

Riesterberechtigt ist laut dem Einkommenssteuergesetz jeder, der Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenkasse einzahlt. Das bedeutet, dass grundsätzlich alle Arbeitnehmer förderungsberechtigt sind, unabhängig davon, ob diese Voll oder Teilzeitbeschäftigungen ausüben. Auch Richter, Beamtete und Soldaten sind mittlerweile berechtigt eine Riester Förderung zu erwerben, da auch in den gut situierten Berufsgruppen die Renten gekürzt wurden. Auch Selbstständige und Freiberufler, wie z. B. Künstler oder Journalisten sind ebenfalls begünstigt, wenn sie Beiträge an die Künstlersozialkasse abgeben. Genauso wie Menschen die eine Erwerbsminderungsrente erhalten oder derzeit Arbeitslosengeld bekommen. Sogar Minijobber, deren Verdienst zwischen 450 bis 850 Euro liegt, haben das Recht, sich um die Wohn Riester Förderung zu bemühen.

Wer keine Pflichtbeiträge in die Rentenkasse einzahlt, ist im Normalfall nicht zulagenberechtigt. Jedoch kann man Förderungen erhalten, wenn der Ehepartner mittelbar förderungsberechtigt ist. Dies kommt häufig zum Tragen, bei Sozialhilfeempfängern, Hausfrauen/männer, die sich nicht in der Elternzeit befinden und Selbstständigen, die keine Rentenversicherung bezahlen. Die Voraussetzung ist, dass Sie dabei selbst mindestens 60 Euro jährlich in einen eigenen Vertrag einzahlen und der Ehepartner zusätzlich einen eigenen Riestervertrag besitzt. Außerdem muss der Partner mindestens 4 % von seinem Vorjahreseinkommen eingezahlt haben. Sollte er nur ein Drittel oder die Hälfte einzahlen, erhalten Sie auch nur diesen Anteil als Zulage, auch dann, wenn Sie mehr als nur 60 Euro jährlich in ihren Vertrag investiert haben.

Die zwei Wege der Zulagen

Es gibt zwei Arten von Begünstigung bei der Wohn Riester Förderung. Wer die Bedingungen erfüllt und mittelbar förderberechtigt ist, erhält eine jährliche Zulage von 154 Euro pro Kopf. Interessant ist das Riestern für Eltern mit Kindern, wobei es auch hier gesetzliche Regelungen gibt. Kinder, die vor dem Jahr 2008 geboren wurden, werden mit einem Betrag von 185 Euro gefördert, wenn die Eltern Kindergeld erhalten. Für den Nachwuchs, der erst ab 2009 das Licht der Welt erblickte, gibt es sogar 300 Euro pro Person.

Der zweite Förderungsweg ist die Ersparnis bei der Versteuerung. Die Darlehenstilgungen, die bis zu 2.100 Euro betragen dürfen und auf das fiktive Wohngeldförderkonto eingezahlt werden, kann man als Sonderausgaben von der Steuer absetzen, allerdings gilt dies nicht für den Zinsertrag. Zudem werden die Prämien von 154 Euro und die Kinderzulagen wieder abgezogen. Des Weiteren sollte man sich darüber im Klaren sein, dass bei einem solchen Vertrag im Rentenalter, etwas höhere Steuerbelastungen anfallen.

Tipp

Da die Wohn Riester Förderung einige Vorteile, aber ebenso Nachteile für den Anleger haben kann, sollte man zweimal hinschauen, bevor man einen Abschluss tätigt. Gerade für Selbstständige und Berufseinsteiger, mit einem geringen Einkommen, ist hierbei Vorsicht geboten.

Mehr zum Thema