Vorteile Bausparvertrag

Die Vorzüge eines Bausparvertrages

Die Vorteile bei einem Bausparvertrag lassen sich in mehrere Kategorien unterteilen: Erstens verdient die Funktionsweise Erwähnung. Kunden kombinieren eine Sparanlage sinnvoll mit einem späteren Baudarlehen. Zweitens sichern sich Verbraucher interessante Spar- und Darlehenszinsen, sofern sie ein gutes Angebot abschließen. Drittens gewährt der Staat attraktive staatliche Förderungen.

Die Pluspunkte eines Bausparvertrages

Bausparen

Beim Bausparen zahlen Kunden in der ersten Phase Geld ein und erhalten dafür Guthabenzinsen. Sie betreiben langfristigen Vermögensaufbau. Sobald Sparer mit ihrem Vertrag die Zuteilungsreife erreichen, können sie ein Baudarlehen beantragen. Alternativ können sie sich das Geld auszahlen lassen. Daraus resultieren gewichtige Vorteile bei einem Bausparvertrag. Realisieren Anleger später ein Bauprojekt oder den Kauf von Wohneigentum, haben sie dafür bereits Eigenkapital angespart. Zugleich haben sie mit dem Vertragsabschluss das Recht auf ein Baudarlehen zu fixen Konditionen erworben. Als besonders günstig erweist sich das, wenn die Zinssätze bis zur Zuteilungsreife ansteigen. Dann haben sich Bausparer Jahre zuvor die günstigen Zinsen gesichert und entgehen damit Mehrkosten. Gleichzeitig bleiben Anleger flexibel. Sie legen sich nicht auf die Nutzung des Darlehens fest. Vielleicht hat sich die Lebensplanung geändert und sie wollen keine eigenen vier Wände mehr. Vielleicht sind auch die Zinsen in der jeweiligen Zeitspanne gesunken. In diesem Fall beantragen sie bestenfalls keinen Kredit, sondern verwenden lieber direkt das Eigenkapital und vereinbaren für den zusätzlichen Finanzbedarf ein billigeres Immobiliendarlehen.

Hierbei handelt es sich um grundsätzliche Vorteile bei einem Bausparvertrag. Bei einer Bewertung müssen aber auch stets die konkreten Konditionen einfließen. Gute Bausparkassen offerieren ansprechende Sparzinsen und Kreditzinsen, Gebühren verlangen sie nur in angemessener Höhe. Zum Teil locken sie auch mit speziellen Aktionen, zum Beispiel mit einem Bonus für junge Sparer. Ansprechende Konditionen stellen in Verbindung mit der Planungssicherheit, später zu einem festen Zinssatz finanzieren zu können, ein gutes Argument für Bausparverträge dar.

Diese Förderungen bietet der Staat

Der Staat erhöht für bestimmte Zielgruppen die finanzielle Attraktivität noch. Viele profitieren beispielsweise von der Wohnungsbauprämie. Diese zahlt der Staat auf den Vertrag ein, wenn Alleinstehende weniger als 25.600 Euro im Jahr und Zusammenveranlagte weniger als 51.600 Euro im Jahr verdienen. Sie kann jährlich bis zu 45,06 Euro bei Einzelpersonen und 90,11 Euro bei Verheirateten betragen. Das gilt dann, wenn die Aufwendungen im jeweiligen Jahr bei mindestens 512 Euro beziehungsweise 1.024 Euro liegen. Zu den Aufwendungen zählen nicht nur die Sparbeiträge, der Staat rechnet auch die Guthabenzinsen an. Bei niedrigeren Summen überweist er das Geld anteilig, immer genau 8,8 % der Aufwendungen.

Zudem können sich Arbeitnehmer auf einen Bausparvertrag die vermögenswirksamen Leistungen des Arbeitgebers einzahlen lassen. Vielfach haben Mitarbeiter darauf einen tarifvertraglich geregelten Anspruch. Besteht dieser Anspruch nicht, können sie dennoch auf diese Leistung hoffen: Viele Unternehmen offerieren sie freiwillig. In beiden Fällen setzt das aber voraus, dass Arbeitnehmer ein dafür gesetzlich vorgeschriebenes Finanzprodukt besparen. Dazu zählen neben Sparverträgen und betrieblichen Sparformen Bausparverträge. Bis zu einem Jahreseinkommen von 17.900 Euro oder bei Ehepaaren 35.800 Euro schießt der Staat jährlich die Arbeitnehmersparzulage zu, zusätzlich zu der Wohnungsbauprämie. Die jährliche Höchstsumme von 43 Euro erhalten Anleger, wenn der Arbeitgeber mindestens 470 Euro überweist.

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