Umschuldung Baufinanzierung

Immobilienfinanzierung umgestalten

Wer einen Baukredit abzahlt, steht in bestimmten Situationen vor der Frage, ob er das laufende Darlehen weiter bedient oder aber eine Umschuldung seiner Baufinanzierung vornimmt. Das kann dann der Fall sein, wenn das bestehende Baudarlehen zu ungünstigen Konditionen aufgenommen wurde und aktuell Baukredite zu vorteilhafteren Bedingungen zur Verfügung stehen oder wenn abzusehen ist, dass eine Anschlussfinanzierung erforderlich wird und der Baugeld Trend eine möglichst langfristige Zinsbindung für den Anschlusskredit sinnvoll erscheinen lässt. Wenn der bestehende Baukredit in absehbarer Zeit ausläuft,

Baufinanzierung

kann es empfehlenswert sein, aktuell günstige Zinskonditionen dadurch zu sichern, dass für die neue Baufinanzierung Forward Darlehen vereinbart werden. Damit ist es möglich, günstige Zinsbedingungen gegen eine entsprechende Vergütung für den Zeitpunkt zu reservieren, zu dem die Anschlussfinanzierung erforderlich wird.

Wenn für eine bestehende Baufinanzierung eine Umschuldung ansteht, sollten zunächst über ein Vergleichsportal im Internet die aktuellen Zinskonditionen für Immobilienkredite ermittelt werden. Dabei ist stets eine detaillierte Prüfung der Darlehenskonditionen erforderlich. Manche Anbieter offerieren zwar billiges Baugeld, haben aber nachteilige Konditionen, etwa für den Fall vorzeitiger Tilgungen, in ihren Kreditverträgen fixiert. Bevor über die Neugestaltung einer Immobilienfinanzierung entschieden wird, sollte zudem mit dem bisherigen Darlehensgeber Kontakt aufgenommen werden. Manchmal ist dieser bereit, seine eigenen Konditionen anzupassen oder jedenfalls eine günstige Anschlussfinanzierung anzubieten. Die bisherigen Darlehenskonditionen sind sorgfältig mit den verfügbaren Angeboten auf dem Kreditmarkt zu vergleichen. Zudem ist es ratsam, über einen Kreditrechner Baufinanzierung und Konditionengestaltung genau zu überprüfen.

Einen Baukredit erfolgreich umschulden

Zunächst kommt es darauf an, ob und zu welchen Bedingungen der bestehende Baukredit vorzeitig im Rahmen einer Umschuldung getilgt werden kann. Manchmal kann die Umschuldung einer Baufinanzierung finanziell nachteilig sein. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn eine vorzeitige Tilgung des Altkredits nur gegen Zahlung einer erheblichen Vorfälligkeitsentschädigung möglich ist. Je nach Höhe der Darlehensschuld und der Länge der Restlaufzeit kann ein möglicher Zinsvorteil durch die anfallende Entschädigung nebst Gebühren ganz oder teilweise aufgezehrt werden. Ein Eintritt in Verhandlungen mit dem bisherigen Gläubiger lohnt sich zudem nur dann, wenn ein verbindliches Alternativangebot eines neuen Kreditgebers vorliegt.

Ein potentieller künftiger Darlehensgeber prüft im Rahmen des Kreditantrages die Bonität eines neuen Kunden grundsätzlich so, wie dies auch bei einem Erstdarlehen geschehen würde. Dazu gehört sowohl eine Schufa-Anfrage als auch eine Prüfung der aktuellen Einkommensverhältnisse des Antragstellers. Gegebenenfalls findet auch eine neue Einwertung der zur Besicherung des Kredits dienenden Immobilie statt. Die Umschuldung einer Baufinanzierung ist in der Regel dann unproblematisch, wenn bereits ein erheblicher Teil des Alt-Darlehens getiligt ist und der Wert der Immobilie seit der Kreditaufnahme zumindest nicht abgenommen hat.

Besteht Einigkeit mit dem bisherigen Gläubiger über die vorzeitige Kreditablösung und ist der Umschuldungskredit vereinbart, so überweist der neue Darlehensgeber die ausstehende Restschuld an den bisherigen Kreditgeber. Zug um Zug erfolgt die Übertragung der bisherigen Sicherheiten auf den neuen Gläubiger. Dies geschieht in der Regel durch Abtretung der auf der Immobilie lastenden Grundschuld oder Hypothek. Beim derzeit günstigen Zinsniveau lohnt es sich, die Konditionen der Baufinanzierung 20 Jahre lang festzuschreiben. Zwar ist der Zinssatz höher als bei einer kürzeren Bindungsfrist. Dafür ist aber ein günstiger Zinssatz langfristig gesichert.

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