Riester Wohnen

Wohnriestern: Funktionsweise und Vorteile

Das Riester Wohnen stellt eine besondere Form der staatlichen Förderung privater Altersvorsorge dar. Bei dieser Sparform erwerben Förderberechtigte Wohneigentum, die jährlichen Zulagen fließen zum Beispiel auf einen Bausparvertrag.

So funktioniert die Eigenheimrente

Wohnriester

Mit dem Wohnriestern fördert der Staat speziell den Kauf selbst genutzten Wohneigentums. Ob es sich dabei um eine Eigentumswohnung oder um ein einiges Haus handelt, spielt keine Rolle. Zuschüsse zahlt er sowohl in der Spar- als auch in der Darlehensphase, Interessierte können sich die staatlichen Förderungen damit schon zuvor sichern und Eigenkapital ansparen. Später helfen die Zuschüsse bei der Tilgung des Bauspardarlehens. Um sich diese Unterstützung zu sichern, müssen Verbraucher drei Kriterien erfüllen: Erstens kommt es darauf an, ob ein Förderanspruch besteht. Dieser existiert insbesondere für alle sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten. Zweitens müssen Berechtigte ein förderfähiges Finanzprodukt abschließen, dazu zählen Riester-Bausparverträge. Drittens müssen sie bestimmte Eigenleistungen erbringen. So müssen Anleger in der Sparphase mindestens vier Prozent des Brutto-Einkommens abzüglich der staatlichen Zuschüsse auf den Bausparvertrag einzahlen, ansonsten erhalten sie die Zulagen nur anteilig.

Wichtig ist auch, dass Wohnriester-Sparer das Eigentum dauerhaft selbst nutzen. Andernfalls müssen sie die gezahlten Förderungen zurücküberweisen, was eine erhebliche finanzielle Belastung darstellen kann. Es gibt aber bestimmte Ausnahmen: Investoren können ihr Eigentum beispielsweise zwischenzeitlich vermieten, wenn sie beruflich umziehen müssen. Dann müssen sie die Selbstnutzung aber spätestens mit der Vollendung des 67. Lebensjahrs wieder aufnehmen. Bei einer dauerhaften Vermietung oder einem Verkauf bleibt ihnen fünf Jahre Zeit, den Förderbetrag erneut in selbst genutztes Eigentum zu investieren. Diese Ausnahmen erlauben eine gewisse Flexibilität.

Vorteile: Optimale Altersvorsorge

Ein wesentlicher Vorteil beim Riestern liegt in der hohen staatlichen Unterstützung. Als jährliche Grundzulage gewährt der Staat 154 Euro. Darüber hinaus zahlt er für jedes Kind, für das die Eltern noch Kindergeld beziehen, Zusatzbeträge. Für alle bis 2008 geborene Kinder beträgt diese 185 Euro im Jahr, für alle ab 2008 Geborene 300 Euro. Vor allem Familien verbuchen somit hohe Zuwendungen, die sich auf einen fünfstelligen Betrag summieren können. Darüber hinaus profitieren Sparer von steuerlichen Vorteilen, bis zu 2.100 Euro im Jahr können sie in der Einkommenssteuererklärung als Sonderausgabe geltend machen.

Ein weiterer Vorzug beim Riester Wohnen: Immobilien gelten als ideale Altersvorsorge. Später können sich Sparer über eine attraktive Wohnrente in Form des mietfreien Wohnens freuen. Damit entfällt ein massiver Kostenpunkt. Zugleich haben sie mit Wohnungs- oder Hauseigentum einen dauerhaften Wert geschaffen, den sie an den Nachwuchs weitervererben können. Erwähnung verdient auch, dass Investoren bereits in jungen Jahren in den Genuss ihrer Altersvorsorge kommen. Sie müssen nicht auf spätere Rentenzahlungen warten, sie verwirklichen den Traum eines Eigenheims bereits im Erwerbsleben.

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