Mietkaufhaus

Was Sie beim Mietkauf beachten müssen!

Beim Kauf eines Eigenheims stellt man sich zumeist die Frage, ob ein Mietkaufhaus eine rentable Alternative zur herkömmlichen Baufinanzierung darstellt. Ein Mietkauf hat seine Vorzüge, da es hier zwei Möglichkeiten gibt, wie man das Objekt erwerben kann. Beim normalen Mietkauf werden Tilgungen und vereinbarte Zinsen, als Miete auf den Kaufpreis angerechnet. Dies ist oft billiger, als übliche Mieten, die derzeit auf dem Markt verlangt werden. Doch der Haken bei einem Mietkaufhaus ist, dass man sich dazu verpflichtet, das Wohnobjekt, nach Einhaltung einer bestimmten Frist, zu übernehmen.

Außerdem werden die Mieten, im Gegensatz zum regulären Baudarlehen, nicht zu 100 Prozent, sondern nur anteilig angerechnet.

Mietkauf

Die andere Variante beim Hauskauf ist der sogenannte Optionskauf. Hier verhält es sich ähnlich wie beim Mietkauf, allerdings kann sich der Mieter umentscheiden, ob er die Immobilie zu dem heute vereinbarten Preis erwerben oder doch lieber vom Kauf Abstand nehmen will. Dieses Modell scheint auf den ersten Blick die bessere Wahl zu sein. Aber auch beim Optionskauf sollte man sich genau durchrechnen, wie viel Zinsen gezahlt werden müssen und wie viel insgesamt an den Kaufpreis angerechnet wird. Somit steht und fällt auch diese Variante mit dem jeweiligen Angebot des Verkäufers.

Die wichtigsten Überlegungen beim Mietkauf

Wer seinen Traum vom Einfamilienhaus in Spanien oder dem lang ersehnten Bauernhof erfüllen möchte, der sollte sich eine Liste machen und die wichtigsten Punkte zu Papier bringen. Stellen Sie dem Verkäufer so viele Fragen wie möglich. Bringen Sie in Erfahrung, was beispielsweise passiert, wenn Sie aus irgendeinem Grund die Miete nicht mehr bezahlen können. Wie schnell kann man aus dem Vertrag aussteigen, wenn einem das Objekt nicht gefällt? Sprechen Sie vor dem Einzug ab, welche Reparaturen von Ihnen selbst erledigt werden müssen. Was geschieht, wenn Sie das Geld vom Kaufpreis nach der Laufzeit nicht aufbringen können?

Außerdem sollte man sich bei einem Mietkaufhaus nicht nur um die eigene finanzielle Liquidität Gedanken machen. Es ist ratsam sich auch über den Verkäufer schlauzumachen. Hat dieser Schulden? Was passiert, wenn er selber seine Immobilien nicht entschulden kann und selber verschuldet ist? Außerdem können Mietkaufhäuser nur mit einem notariell beglaubigten Vertrag erworben werden. Erkundigen Sie sich, wie die Rechtslage ist, und lassen Sie den Vertrag zuerst einmal von einem Experten überprüfen. Wenn Sie unsicher sind, ob der Vermieter wirklich vertrauenswürdig ist, dann nehmen Sie Kontakt mit der Verbraucherzentrale auf. Dort erfahren Sie, wann und in welcher Form der Verkäufer schon einmal mit Zahlungsunfähigkeit bzw. Betrügereien aufgefallen ist.

Fazit: Häufig überwiegen leider die Nachteile beim Mietkaufhaus. Zumeist stellt sich bei klaren Berechnungen heraus, dass eine einfache Eigenheimfinanzierung doch die vernünftigere Alternative darstellt. Wer es sich leisten kann, sollte sich die Immobilie lieber direkt kaufen oder sich auf ein herkömmliches Baudarlehen konzentrieren. Und bedenken Sie auch, sollte der Vermieter noch vor Ablauf der vereinbarten Zeit, tatsächlich selbst Schulden haben, ist es möglich, dass Sie die gezahlte Miete verlieren und der Kauf niemals zustande kommt. Wenn Sie auf keinen Fall auf einen Mietkauf verzichten können, dann entscheiden Sie sich für den Optionskauf, somit sind Sie wenigstens nicht unbedingt zum Kauf verpflichtet.

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