Lohnt sich Wohnriester

Bietet der Wohn Riester nur Vorteile?

Der neue Trend der Eigenheimfinanzierung heißt Riestern, doch nach einigen Anlaufschwierigkeiten dieser Baufinanzierungsstrategie, stellen sich viele Bauherren immer noch die Frage: Lohnt sich ein Wohnriester Darlehen überhaupt? Lohnen kann es sich in jedem Fall, doch ist diese Art der Baufinanzierung nicht für jeden geeignet. Im Gegenteil hier steckt der Teufel im Detail. Um sich ein klares Bild vom Riestern zu machen, muss man zuerst einmal verstehen, was bei einem Wohnriester Vertrag genau passiert.

Wohnriester

Bisher waren vor allem die Riester Rentenvereinbarungen bekannt, welche bis heute noch zum Aufbau einer zusätzlichen Rente verwendet werden. Doch bei der Wohn-Riester geht es darum, sich ein eigenes Haus oder eine Eigentumswohnung, die nur zur Selbstnutzung bestimmt ist zu sichern, um im Alter ausgesorgt zu haben. Hierbei gibt es auch die Möglichkeit, eine Anschlussfinanzierung eines bereits bestehenden Bauprojekts zu entschulden. Laut den neuen Gesetzen kann mittlerweile auch eine Förderung von Objekten im Ausland angefragt werden, wichtig ist eigentlich nur der Aspekt, dass die Immobilie nur vom Anleger selbst auf Dauer genutzt werden muss.

Abschließen kann so ein Vertrag jeder, der in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt. Dazu gehören nicht nur berufstätige Arbeitnehmer, Beamte oder Minijobber, sondern auch Arbeitslose und Krankengeldempfänger. Jeder, der über einen längeren Zeitraum schon Rentenbeiträge einbezahlt hat, hat das Recht auf eine Förderung, auch wenn die Pflichtbeiträge nicht durchgehend bezahlt werden konnten. Natürlich fordert auch hier der Fiskus sein Recht auf eine angemessene Besteuerung und hat deshalb das sogenannte Wohnförderkonto erschaffen. Dies ist kein herkömmliches Girokonto, was von manchen Anlegern gerne vermutet wird. Es handelt sich hierbei um ein fiktives Konto, auf welchem die vereinbarten Tilgungsraten, welche maximal 2.100 Euro betragen dürfen, erfasst und jährlich mit einem Sollzinssatz von 2 Prozent verzinst werden.

Die vielen Vorteile und ihre Tücken

Für wen lohnt sich das Wohnriester Darlehen? Dies ist immer noch ein heikler Punkt, der seit einigen Jahren für Gesprächsstoff sorgt. Die größten Vorzüge sind die Zulagen, die man vom Staat für diese Anlageformen erhält. Dies kommt vor allem Familien mit vielen Kindern zugute, den pro Kind, das ab dem Jahr 2008 auf die Welt kam, gibt es eine Förderung von 300 Euro. Die Grundzulage pro Person ist 154 Euro. Für ganz junge Riester Begeisterte unter 25 Jahren gibt es sogar noch einen Bonus von 200 Euro oben drauf. Außerdem ist der staatlich festgelegte Sollzinssatz von nur 2 Prozent angenehm, weil die Verzinsung auf dem Wohnförderkonto nur langsam wächst. Zudem kann bereits angespartes Guthaben für den Umbau oder der Entschuldung eines anderen Projekts benutzt werden. Allerdings muss auch dies vom Anleger selbst bewohnt sein.

Und genau da ist nun der Haken, über den viele Anleger stolpern werden. Beim Riestern gibt es trotz schöner Nebeneffekte auch viele Bedingungen zu beachten. Es ist beispielsweise eine Tatsache, dass es nicht gestattet ist, sogar bei pflegebedürftigen Menschen, die auf Hilfe ihrer Kinder angewiesen sind, und dringend ihre Altersvorsorge aufbessern müssen, die Immobilie anderweitig zu vermieten. Darum gilt bei den Riesterverträgen genau zu prüfen, ob man bereit ist alle Bedingungen anstandslos zu erfüllen, sonst droht eine Rückzahlung der Vergünstigungen.

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