Immobilienkauf

Eigenheim zum Kauf

Der Immobilienkauf ist die bequeme Alternative zum Neubau, bei der man sich um vergleichsweise wenig zu kümmern braucht. Während man beim Neubau einer Wohnung oder eines Hauses einen sehr hohen Aufwand mit der Planung und Umsetzung der Bauvorhabens hat, konzentriert sich die Vorarbeit beim Kaufen einer gebrauchten oder fertig neu gebauten Immobilie vor allem im finanziellen Bereich. Es geht hauptsächlich um die Frage: Wie viel kann ich mir leisten und welche Art der Finanzierung kommt für mich in Frage?

Kosten beim Immobilienkauf

Haus bauen/kaufen

Wer eine Immobilie kauft, sollte sich zuvor genau über die anfallenden Gesamtkosten im Klaren sein. Ein wichtiger und oft unterschätzter Punkt sind zum Beispiel die Kosten für den Makler, sofern man dessen Dienste in Anspruch nimmt. Im Schnitt liegt die Gebühr zwischen drei und sieben Prozent des Kaufpreises. Bei einem so teuren Objekt wie einem kompletten Eigenheim ist das nicht gerade wenig Geld. Die exakte Höhe ist oft Verhandlungssache und hängt zudem stark von regionalen Gegebenheiten ab. Das neue Bestellprinzip, das seit dem 1. Juni 2015 gilt, bezieht sich nur auf die Vermittlung von Mietwohnungen und soll Mieter entlasten, die über einen Makler eine Wohnung finden möchten.

Beim Immobilienkauf hingegen gelten nach wie vor die bisherigen Grundsätze. Das bedeutet, dass der Käufer durchaus damit rechnen muss, die Kosten für den Makler komplett selbst zu bezahlen. Allerdings ist es für manche Verkäufer auch denkbar, dass diese Kosten entweder anteilig getragen oder komplett übernommen werden. Bei der Planung sollte die Courtage im Zweifel vorsichtshalber mit in die Gesamtsumme eingerechnet werden. Somit geht man nicht die Gefahr ein, dass die Finanzierung im Nachhinein um einige Tausend Euro zu knapp ausfällt.

Den Immobilienkauf finanzieren

Für die Finanzierung einer eigenen Immobilie stehen verschiedene Möglichkeiten zur Wahl. Die wohl beliebteste Variante ist der Bausparvertrag, da hier nicht nur die Sicherheit sehr hoch ist, sondern auch eine staatliche Förderung denkbar ist. Bausparen lohnt sich allein schon deshalb, weil man nach Ende der Ansparphase die Option auf ein besonders günstiges Bauspar Darlehen hat. Zudem gibt es für die Laufzeit eine Gewährleistung auf die Höhe der Sparzinsen. Das bedeutet, dass man mit einem Bausparvertrag unabhängig vom sonstigen Geschehen am Geldmarkt spart und nicht von einem plötzlichen Zinstief überrascht werden kann. Allerdings handelt es sich hierbei immer um eine längerfristige Sparmaßnahme, die einige Jahre im Voraus vorbereitet werden muss. Im Idealfall läuft der Bausparvertrag spätestens dann, wenn der erste Gedanke an einen Immobilienkauf aufkommt, da man sich sonst vor der Auszahlung erst einmal auf eine ordentliche Wartezeit einstellen muss.

Eine andere Möglichkeit ist ein Hypothekendarlehen. Hierbei dient die gekaufte Immobilie gleichzeitig als Sicherheit für die Bank. Für den Käufer interessant sind die vergleichsweise niedrigen Zinsen, die ein solches Darlehen in der Regel mit sich bringt. Zudem bleiben die Kreditraten bei diesem Modell auf lange Sicht hin stabil, was die Ausgaben langfristig sehr gut planbar macht. Daher ist es für viele Menschen auch interessant, eine Hypothek für eine Ferienwohnung aufzunehmen, statt einen herkömmlichen Kredit dafür zu beantragen oder lange Zeit auf diesen Luxus zu sparen. Der große Nachteil einer Hypothek ist jedoch, dass die Bank eine Zwangsversteigerung der Immobilie androhen und durchsetzen kann, wenn die Kreditraten nicht mehr fristgerecht bezahlt werden können.

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