Immobilien von Privat

Beim Immobilienkauf von Privat hinsehen

Wenn sie Immobilien von privat kaufen, brauchen zukünftige Haubesitzer keinen Makler einzuschalten. Da beim Kauf keine Maklercourtage fällig wird, ist das ein Weg, billig Häuser zu kaufen. Viele Käufer von Immobilien halten von privat gekauften Häusern allerdings nicht viel, da sie fürchten, so nicht genug über das Objekt zu erfahren. Ein professionell agierender Vermittler, um den es sich bei einem Makler ohne Zweifel handelt, kann den Zustand und den Wert eines wissen Hauses ohne Zweifel sehr gut einschätzen. Das bedeutet aber nicht, dass Immobilien von Privat schlechter sein müssen.

Wer sein Haus ohne einen Makler erwirbt, muss beim Kauf nur einfach genau hinschauen und einige Dinge beachten.

Der Kauf ohne Makler

Haus bauen/kaufen

Immobilien von Privat zu kaufen, bedeutet zunächst einmal, Geld zu sparen. Denn die Provision, die ein Makler verlangt, ist nicht unerheblich. Das liegt daran, dass es eine Ermessenssache des Maklers ist, wie hoch er seine Provision ansetzt. Wie weit er dabei gehen darf, ist gesetzlich nicht vorgegeben, sondern kann frei verhandelt werden. Wer sich entschließt, Immobilien von Privat zu suchen, muss womöglich etwas mehr Zeit investieren. In den meisten Fällen lohnt sich das jedoch. Eine gute Möglichkeit ist dabei, regelmäßig auf Online-Plattformen nachzusehen. Es gibt im Netz einige dieser Seiten, auf denen Immobilien explizit von Privat angeboten werden.

Wer eine ansprechende Immobilie findet, kann sich zusätzlich noch über die Preise von gleichartigen Häusern in der betreffenden Gegend erkundigen, und zwar, bevor er sich mit dem Eigentümer in Verbindung setzt. So kann er erfahren, ob er tatsächlich dadurch Geld spart, dass er keine Maklerprovision zahlen muss. Das hat sogar noch einen weiteren positiven Effekt. Ist die Immobilie ohne Maklerprovision teurer als eine ähnliche Immobilie mit Courtage, lässt das auf einen eventuell überhöhten Preis schließen. Allerdings sollten die Vergleichsobjekte dem angebotenen Haus in Lage, Ausstattung und Alter so genau wie möglich entsprechen.

Auf Besonderheiten achten

Bei den meisten Privatkäufen heißt es, gekauft wie gesehen. Das bedeutet im konkreten Fall, dass bei den Kaufverträgen zwischen privat agierendem Käufer und Verkäufer die Ansprüche auf Gewährleistung ausgeschlossen sind. Treten nach dem Kauf verdeckte Schäden und Fehler auf, was bei einem gebrauchten Haus durchaus üblich sein kann, kann sich der Käufer nicht auf die Pflicht des Verkäufers berufen, diese zu beseitigen. Bei einer Sanierung zahlt er selbst für die Gewerke. Wer darauf besteht, dass ihm eine Gewährleistung vertraglich zugesichert wird, muss diese selber formulieren und in den Vertrag einarbeiten.

Viele private Verkäufer von Immobilien wehren sich gegen eine vertraglich vereinbarte Gewährleistung. Sie fürchten, dass nicht erwartete Folgenkosten sie nachträglich belasten könnten. Manchmal kann man bestimmte Mängel nicht vorhersehen. Oft ist zum Beispiel nicht klar, wie lange eine ältere Heizung noch funktioniert. Selbstverständlich muss ein Verkäufer auf eventuelle Mängel verweisen. Tut er das nicht, macht er sich unter Umständen der arglistigen Täuschung schuldig. Und während der Makler beim Notarvertrag prüft, ob er im Sinne des Käufers verfasst ist, muss dieser das selbst machen, wenn er eine Immobilie privat kauft. Es ist übrigens ein Irrglaube, dass ein Notar vor einem unvorteilhaften Geschäft warnen muss. Er beurkundet lediglich den Kaufvorgang.

Genau hinschauen

Käufer einer Immobilie ohne Makler sollten sich alle Informationen zur Geschichte des entsprechenden Hauses geben lassen. An der Art, wie der Verkäufer diese Angaben macht, lässt sich seine Seriosität erkennen. Wichtig ist die Frage, welche Teile am Gebäude verändert wurden und welche technischen Vorrichtungen eventuell später dazu kamen oder ausgetauscht wurden und ob diese Um- und Anbauten von der Behörde genehmigt wurden. Von Vorteil ist es, wenn das Haus einen aktuell gültigen Energieausweis hat. Die Bausubstanz sollte außerdem ein Gutachter überprüfen.

Bei der unbedingt notwendigen Besichtigung empfiehlt sich ein intensiver Blick. Dabei müssen Dachboden und Keller genau so prüfend angeschaut werden, wie alle anderen Räume des Hauses. Meist verweisen Schimmelflecke auf frühere Wasserschäden. Fenster und Türen sollten dicht sein, das Dach selbstverständlich auch. Genau geachtet werden sollte darüber hinaus darauf, wie weit das Haus des Nachbarn von der eigenen Grundstücksgrenze entfernt ist. Plant dieser für die nächste Zukunft einen Anbau, kann das die potenzielle eigene Immobilie negativ beeinflussen.

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