Hypothekenkredit

Hypothekenkredite im Vergleich

Wer nicht gerade im Lotto gewonnen oder eine größere Erbschaft angetreten hat, kann kaum ein Haus kaufen oder bauen ohne einen Hypothekenkredit in Anspruch nehmen zu müssen. Der erste Ansprechpartner in dieser Angelegenheit ist oft die eigene Hausbank, die auch das Giro- oder Gehaltskonto führt. Dort bekommen Sie jedoch nicht unbedingt die besten Konditionen. Vor einem Gespräch mit ihrem Bankberater sollten Sie sich daher schon einmal unverbindlich im Internet über das aktuelle Zinsniveau informieren und einen Vergleich der Zinssätze für unterschiedliche Laufzeiten mit einem Hypothekenkreditrechner starten.

Wie funktioniert ein Hypothekenkredit?

Hypotheken

In der Regel werden Hypothekenkredite zu wesentlich günstigeren Zinssätzen angeboten als zum Beispiel Ratenkredite. Der Grund liegt in der Kreditsicherung. Für diese Art von Kredit wird eine Immobilie beliehen, also ein Haus oder eine Eigentumswohnung mit einer Hypothek belastet. In der Höhe des Kredits lässt sich die Bank also eine Grundschuld auf Ihrem Haus oder Ihrer Eigentumswohnung eintragen. Die Immobilie dient der Bank also als Sicherheit. Sie können dann Ihr Eigentum zwar ohne Einschränkung nutzen, aber wenn Sie es wieder verkaufen wollen, dann muss entweder der Käufer die Hypothek übernehmen oder Sie müssen ihren Kredit an die Bank zurückzahlen.

Gleichzeitig dient die Hypothek der Bank als Sicherheit, wenn Sie in Zahlungsverzug geraten, also Ihre Raten nicht pünktlich zahlen können. In diesem Fall sollten Sie möglichst schnell das Gespräch mit ihrer Bank zu suchen, um eine Einigung zu finden, wie zum Beispiel eine Stundung des Darlehens oder eine Senkung der monatlichen Raten. Anderenfalls kann die Bank die Zwangsversteigerung Ihrer Immobilie veranlassen, um an ihr Geld zu kommen. Für eine Hypothek in Höhe bis zu 80 Prozent des Marktwertes einer Immobilie sind relativ günstige Zinssätze möglich, denn in diesem Bereich ist das Risiko der Bank recht gering, dass sie bei einer Zwangsversteigerung nicht den restlichen Kreditbetrag plus der inzwischen aufgelaufenen Zinsen erlösen kann. Für eine Hypothek oberhalb dieses Beleihungswertes sind dagegen deutlich höhere Zinsen zu zahlen.

Wie viel Kredit brauche ich für mein Haus?

Zwar finanzieren manche Banken auch den Erwerb einer Immobilie ohne Eigenkapital, aber das ist in der Regel nur mit höheren Zinssätzen möglich. Damit steigt Ihre monatliche Belastung erheblich an. Dieses Risiko sollten Sie nur eingehen, wenn Sie einen sicheren Job haben und ein relativ hohes Gehalt beziehen. Besser ist es jedoch, wenn Sie über ein gewisses Eigenkapital verfügen, sobald Sie über den Kauf eines Hauses nachdenken. Als optimaler Richtwert wird eine Eigenkapitalquote von etwa 40 Prozent des Marktwertes der zukaufenden Immobilie angesehen.

Denn zu dem eigentlichen Kaufpreis müssen Sie noch Nebenkosten zahlen, zum Beispiel für den Makler, den Notar, das Grundbuchamt und die Grunderwerbssteuern. Diese Kosten sind je nach Region sehr verschieden und schlagen insgesamt mit etwa 15 bis 20 Prozent des Kaufpreises zu Buche. Damit Sie die Beleihungsgrenze von 80 Prozent nicht überschreiten, sollten Sie diese Kosten und weitere 20 Prozent aus eigenen Mitteln bestreiten können. So sichern Sie sich einen günstigen Zinssatz für Ihren Hypothekenkredit. Die Kosten für den Umzug und eventuelle Schönheitsreparaturen wie neue Tapeten und Bodenbeläge sind in dieser Rechnung natürlich noch nicht enthalten.

Mehr zum Thema