Haussuche

Haus gesucht: Mit Makler oder auf eigene Faust?

Die Haussuche ist eine aufregende Zeit. Geht es doch darum, ein neues Zuhause zu finden, in dem man sich über viele Jahre hinweg wohlfühlt. Doch auch wenn die Immobilie nicht als Nest für die eigene Familie gedacht ist, sondern weitervermietet werden soll, sind eine gute Vorbereitung und sorgfältige Besichtigungen das A und O beim Hauskauf. Ein systematisches Vorgehen erleichtert die Vergleichbarkeit der verschiedenen Objekte, schließlich finden die wenigsten ihr Traumhaus gleich beim ersten Termin. Zuerst aber muss geklärt werden, ob ein Makler beauftragt wird oder ob der zukünftige Käufer die Suche selbst in die Hand nimmt.

Vor allem bei speziellen Wünschen lohnt es sich, einen Experten hinzuzuziehen.

Das leistet der Immobilienmakler

Haus bauen/kaufen

So gibt es beispielsweise Maklerbüros, die sich auf die Vermittlung besonders hochpreisiger Objekte spezialisiert haben. Auch alte Häuser, denkmalgeschützte Gebäude oder exklusive Architektenhäuser gehören zum Fachgebiet mancher Immobilienagenten. In jedem Fall aber wird der Makler bereits im Vorfeld die Eckdaten des Wunschobjektes abfragen. Dazu gehören Größe, Lage und Details zur Ausstattung des Hauses. Je genauer der Kunde seine Wünsche formulieren kann, desto geringer ist das Risiko, wertvolle Zeit bei der Besichtigung unpassender Objekte zu verschwenden. Angehende Hauskäufer sollten also frühzeitig klären, welche Kriterien ihr Traumhaus auf jeden Fall erfüllen muss und ob es Faktoren gibt, die einen Kauf von vorneherein ausschließen.

Anschließend wird der Makler prüfen, ob in seiner Kartei bereits Objekte vorhanden sind, die zum Kundenwunsch passen. Ist dies nicht der Fall, kann er sich auch aktiv auf die Suche nach passenden Immobilien machen. Neben der Haussuche holen Maklerbüros auch alle relevanten Informationen zu den vorgestellten Immobilien ein und bereiten sie für den Kunden auf. Dazu gehören beispielsweise Daten hinsichtlich des Energieverbrauchs, des Baujahrs, der verwendeten Baumaterialien oder etwaiger Sanierungen. Darüber hinaus übernimmt ein Vermittler auch die Verhandlungen mit der Verkäuferpartei. Beispielsweise über den Kaufpreis oder etwaige Mängel, die noch beseitigt werden sollen. Für seine Leistung erhält er die sogenannte Maklercourtage. Sie beträgt in den meisten Bundesländern knapp 4 Prozent der Kaufsumme.

Immobiliensuche auf eigene Faust

Für zukünftige Hauseigentümer auf Haussuche sind die bekannten Immobilienbörsen im Internet oft die erste Anlaufstelle. Wer hier stöbert, merkt schnell, dass die meisten Inserate von Maklerbüros aufgeben werden. Im Falle einer erfolgreichen Vermittlung wird also auch hier eine Courtage fällig. Anders als bei Mietobjekten gilt beim Immobilienkauf nämlich nicht das Beststellerprinzip. Wird keine Maklergebühr verlangt, ist dies in den Anzeigen meist eindeutig vermerkt. Kaufinteressenten, die ihre Baukredite so berechnen müssen, dass nur wenig Spielraum für weitere Ausgaben bleibt, konzentrieren sich bei der Internetrecherche daher auf Börsen, die auf private Angebote spezialisiert sind.

Auf diesen Seiten können sie auch ein eigenes Gesuch aufgeben, in dem sie ihre Wunschvorstellungen und ihre finanzielle Ausgangslage den potenziellen Hausverkäufern präsentieren können. Anders als bei der Haussuche mit Unterstützung eines Maklers müssen selbstständige Sucher sämtliche Informationen zu den jeweiligen Objekten selbst abfragen. Wenn das Haus in einem anderen Bundesland oder einem anderweitig unbekannten Wohnumfeld liegt, sollten sie sich zudem über die dort üblichen Immobilienpreise informieren. Schließlich können diese von Bundesland zu Bundesland stark variieren. Bei besonders billigen Privatverkäufen ist außerdem ein gewisses Maß an Skepsis angebracht.

Derartige Objekte liegen meist denkbar ungünstig oder müssen teuer saniert werden. Zum Besichtigungstermin vor Ort nehmen Kaufinteressenten idealerweise einen Experten mit. Das gilt insbesondere, wenn sie ein besonderes Objekt wie beispielsweise ein altes Bauernhaus kaufen möchte. Doch auch bei modernen Häusern in konventioneller Bauweise gibt es einiges zu beachten. Besonders teuer wird es für den Eigentümer beispielsweise, wenn ein Schimmelproblem vorliegt oder wenn die Heizanlage veraltet ist. Auch der Zustand des Daches, der Wasserleitungen und der Stromversorgung sollte begutachtet werden. Hier hat es sich bewährt, prägnante Stellen im Haus auch fotografisch zu dokumentieren.

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