Haus Sanieren

Häuser gründlich sanieren und Energie sparen

Früher oder später müssen Immobilienbesitzer ihr Haus sanieren. Denn Schäden und Abnutzungserscheinungen betreffen irgendwann jedes Gebäude. Häuser zu sanieren ist keine leichte Sache. Feuchte Mauern, Hausschwamm oder sogar Asbest aus alten Häusern zu entfernen, ist nicht nur aufwändig, es kostet auch Geld. Am Anfang einer jeden Sanierung steht deshalb auch die Frage der Finanzierung.

Doch wichtige Ausbesserungsarbeiten an einem Haus in Angriff zu nehmen, kann sich für einen Eigenheimbesitzer durchaus lohnen. Wichtige Argumente dafür sind der Werterhalt und Sparpotenziale, etwa bei den Energiekosten.

Haus energetisch sanieren

Haus bauen/kaufen

Wer ein altes Haus ohne Dämmung besitzt, muss sogar früher oder später auf die energetische Sanierung setzen. Laut Energieeinsparverordnung (EnEV) sind Hausbesitzer unter gewissen Voraussetzungen dazu verpflichtet. Das macht auch durchaus Sinn. Ist nämlich ein Haus schlecht gedämmt, verursacht das nicht nur für den Besitzer hohe Kosten. Es belastet auch die Umwelt. Immerhin werden knapp 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs und etwa ein Drittel des Ausstoßes von Kohlendioxid in Deutschland von Gebäuden verursacht. Deshalb werden durch den Gesetzgeber hohe Standards gesetzt, wenn Besitzer ihr altes Haus sanieren. Und dabei sind nicht nur Eigentümer von Mehrfamilienhäusern in der Pflicht. Denn die Anforderungen aus der EnEV gelten für sämtliche Gebäude, die klimatisiert oder beheizt werden.

Doch Besitzer von Altbau-Häusern müssen nicht unter allen Umständen höhere energetische Standards setzen, wenn sie ihr Haus sanieren. Führen sie aber bestimmte Arbeiten aus, haben sie die Pflicht, sich an die Vorgaben aus der EnEV halten. Dazu gehört unter anderem die Auflage, das alte Gebäude zu dämmen, wenn von der Fassadenfläche mehr als zehn Prozent erneuert werden. Das heißt, wenn nur ein kleiner Riss in Ordnung gebracht wird, zieht das noch keine energetische Sanierung nach sich. Muss aber eine größere Fläche ausgebessert werden, dann muss die gesamte Fläche der Fassade mit einer Dämmung versehen werden.

Schrittweise sanieren

Ein Haus muss nicht auf einen Schlag rundum saniert werden. Wann welche Arbeiten ausgeführt werden müssen, hängt vom Alter des Gebäudes und von seinem Zustand ab. Dabei gibt es wichtige Faustformeln. Ein neuer Außenanstrich am Gebäude ist etwa alle zehn bis fünfzehn Jahre angebracht. Die Heizung sollte man spätestens nach 30 Jahren erneuern. Ein neues Dach ist in der Regel erst nach einigen Jahrzehnten fällig. Eine Ausnahme ist es natürlich, wenn das Dach alt und ungedämmt ist. Dann sollten die Sanierung und eine damit verbundene Dämmung wesentlich früher in Angriff genommen werden. Altersgerechte Umbauten, eine neue Küche oder ein neues Bad gehören ebenfalls zu einer gründlichen Sanierung. Auch an diese Aufgaben müssen sich Besitzer wagen, wenn sie ein Haus sanieren.

Welche Arbeiten zuerst gemacht werden müssen, hängt darüber hinaus vom Budget ab. Sinnvoll ist es jedoch, bei einer Sanierung von außen nach innen vorzugehen. So sollte an der Fassade und am alten Mauerwerk begonnen werden, wenn diese Risse oder sogar schon größere Schäden aufweisen. Das Dach zu sanieren ist schon aus Gründen der Werterhaltung des Gebäudes wichtig. Außerdem kann ein Bauherr, der Fassade und Dach energetisch saniert, eine ganze Reihe von Fördergeldern bekommen. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet mit zinsgünstigen Krediten allen Bauherren mehr als nur einen wichtigen finanziellen Zuschuss.

Von der Kreditanstalt gefördert werden nämlich nicht nur komplette Sanierungen, sondern auch einzelne Maßnahmen. Auf finanzielle Mittel von staatlicher Seite zu setzen, lohnt sich, weil nicht nur die Materialkosten, sondern auch die fachgerechte Unterstützung durch Handwerker Geld kosten. Zwar kann ein Hausbesitzer vieles selbst bauen und dabei Kosten sparen. Doch eine professionelle Begleitung der Baumaßnahmen durch einen Sachverständigen lohnt vor allem bei energetischer Gebäudesanierung. Auch hier gibt es finanzielle Unterstützung von der KfW.

Sanierung richtig abschließen

Sind die Sanierungsmaßnahmen abgeschlossen, müssen Hausbesitzer noch ein paar grundlegende Dinge erledigen. Sie sollten zum Beispiel prüfen, ob alle Unterlagen und Nachweise von Firmen vorliegen, die an den Arbeiten beteiligt waren. Unerlässlich ist das, wenn im Zuge der Sanierung auch ein Anbau erfolgte. Bei den Behörden müssen verschiedene Formulare eingereicht werden, Papiere sind aufzubewahren, damit sie auf Anfrage auch noch Jahre später vorgewiesen werden können. Denken Sie daran, Ihr Haus nach der Sanierung richtig zu pflegen und zu warten. An neuen Anlagen müssen eventuell Filter regelmäßig gewechselt werden. Nicht zuletzt sollten Sie richtig Lüften und Heizen. Dann haben Sie lange Zeit Freude am sanierten Eigenheim.

Mehr zum Thema