Haus Bauen Preise

Welchen Preis kostet der Bau meines Hauses

Bauherren müssen beim Haus bauen die Preise im Blick behalten. Denn der Bau einer eigenen Immobilie ist für viele die größte Investition ihres Lebens. Was darf mein Haus kosten, fragen sie sich und planen die Finanzierung akribisch. Und obwohl viele genau wissen, was sie sich leisten können, starten Bauherren oft ohne ein festes Budget und ohne genauen Überblich über die Preise fürs Bauen. Das ist fahrlässig.

Höhere Preise für ein Bauvorhaben können nie ausgeschlossen werden. Deshalb müssen Bauherren Zusatzkosten auch immer gleich einplanen.

Preise gründlich vergleichen

Haus bauen/kaufen

Das Problem: Oft lassen sich beim Haus bauen die Preise schwer vergleichen. Denn die Preise für Bauleistungen sind nicht wirklich transparent. Wer sie durchschauen will, muss zunächst bei jedem einzelnen Anbieter, für den er sich eventuell entscheiden könnte, nachfragen. Dabei muss er in Erfahrung bringen, was überhaupt alles im Grundpreis, auch als Festpreis bezeichnet, inbegriffen ist und was außen vor bleibt. Dazu brauchen Bauherren zunächst einmal die Bau- und Leistungsbeschreibungen im Detail. Enthalten sein sollten auf jeden Fall möglichst genaue Angaben zu den Preisen, dem Material, den Mengen sowie der Qualität. Darüber hinaus ist eine Übersicht darüber notwendig, welche Vorleistungen vom Bauherren erbracht werden wollen oder müssen und welche der Leistungen vom Anbieter selbst übernommen werden. Leistungen, die sich Bauherr und Anbieter teilen können und deren Ausführung deshalb auch beim Haus bauen die Preise nach unten oder oben beeinflussen, könnten die Untersuchung des Baugrundes, das Anlegen und Befestigen eines Zufahrtsweges für schwere Baufahrzeuge und Transporter sowie ein fest angelegter Platz für den Baukran und die Schuttcontainer sein. Auch die Bereitstellung von Wasser und Strom sowie die für den Bau notwendigen Versicherungen kosten Geld und schlagen deshalb auf den gesamten Preis durch.

Viele Bauherren vergessen, dass sich, wenn sie ein Haus bauen, die Preise von Beginn der Planung bis zum Bau und dessen Abschluss ganz leicht auch ändern können. So kann es passieren, dass sie mit Preisen zum Beispiel für Badfliesen in einer bestimmten Höhe rechnen und dann aber nur Fliesen bekommen können, die leicht einmal das Doppelte kosten. Solche Beispiele lassen sich zu Genüge fortsetzen. Am sichersten ist es, gleich bei der Planung davon auszugehen, dass Preisänderungen das Budgetbelasten. Damit die Finanzierung und damit das Bauvorhaben nicht kippen, lohnt es, eine Reserve einzurechnen.

Grundpreis und Zusatzkosten

Erschwert werden Preisvergleiche zwischen den einzelnen Hausbaufirmen auch dadurch, dass die vom Anbieter in ihren Katalogen ausgewiesenen Preise in der Regel Grundpreise sind. Sie gelten meist ab Oberkante Keller. Auf diese Katalogpreise müssen dann noch die Aufwendungen für das Grundstück, die Erschließungs- und die Anliegerkosten aufgeschlagen werden. Zusätzlich fallen Kosten für den Keller an. Und selbst, wenn der Bauherr sparen will und auf einen Keller verzichtet, kommen auf den Grundpreis die Aufwendungen für die Grundplatte, deren Preis folglich auch noch auf die Grundkosten hinzugerechnet werden muss. Als zusätzliche Kosten über den Grundpreis hinaus fallen bei vielen Anbietern dann noch finanzielle Aufwendungen für sämtliche Leistungen an, die für die Fertigstellung notwendig sind. Neben den Kosten für Planung, Transport und Versicherungen sind das Aufwendungen für das Vordach, die Außentreppe oder den Schornstein.

Bauherren sollten sich den Fachausdruck der Mehrkosten auf Grund der Bemusterung genau merken. Hierunter fallen sämtliche Kosten, die für eine individuell gewünschte Ausgestaltung anfallen. Wer zum Beispiel mit der in der Planung vorgesehenen Anzahl von Steckdosen nicht auskommt, muss zusätzliche Steckdosen legen lassen. Das kostet auch zusätzlich. Hochwertigere Bodenbeläge und bessere Fliesen fallen ebenso ins Gewicht wie größere Waschbecken oder eine effektivere Heizanlage. Wer ein Ökohaus baut, muss mit zusätzlichen Ausgaben für eine Wärmepumpe, für eine Wärmeschutzverglasung, für besondere Anlagen für die Zu- und Abluft und zur Nutzung von Regenwasser rechnen. Deshalb lohnt es sich auch hier besonders, gezielt nach Ausstattungspaketen für Öko-Häuser zu fragen. Die sind günstig und beschränken zusätzliche Kosten.

Beim Vertrag beachten

Um die Preise im Blick zu behalten, sollten Sie einige Tipps beachten. Entscheidend für den Gesamtpreis ist immer die Bau- und Leistungsbeschreibung. Darin müssen alle Vereinbarungen genau aufgelistet sein. Was im Einzelnen dort nicht aufgeführt ist, muss der Bauunternehmer am Ende auch nicht ausführen. Bauleistungen, die nicht im Festpreis enthalten sind, sollten Sie sich immer detailliert und genau auflisten lassen. Damit die Preise während der Bauphase nicht in die Höhe schnellen, sollten Sie neben Festpreisen auch feste Termine für die Fertigstellung vereinbaren. Bestehen Sie bei Ihrem Bau auf einer Gewährleistungsfrist von fünf Jahren. Dann gehen nachträgliche Reparaturen nicht zu Ihren Lasten. Zahlen Sie nur nach Fortschritt am Bau. Lassen Sie sich eine Preisgarantie geben. Angezeigt sind 15 Monate, besser sogar 18 Monate. Bleiben Sie bei der Preisgarantie aber nicht unter zwölf Monaten. Denken Sie auch daran, eine kostenpflichtige Bankbürgschaft in eine Finanzierungsbestätigung umwandeln. Die ist nämlich kostenlos. Nicht zuletzt;: Streichen Sie aus dem Vertrag die Klausel, die Sie zur Abnahme des Hauses auch dann verpflichtet, wenn der Außenputz witterungsbedingt fehlt. Ist kein Außenputz vorhanden, können am Haus Schäden entstehen. Durch die Klausel sind Sie jedoch dazu verpflichtet, das Haus abzunehmen. Nachträglich entstehende Schäden gehen dann zu Ihren Lasten.

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