Gewerbliche Immobilienfinanzierung

Gewerbliche Immobilie: Tipps

Die gewerbliche Immobilienfinanzierung unterscheidet sich deutlich von der Finanzierung eines privaten, selbst genutzten Eigenheims. So veröffentlichen die meisten Banken für diesen Sektor keine Zinssätze, da die Konditionen je nach Projekt massiv differieren. Die Bandbreite ist groß: Unter gewerblicher Baufinanzierung fallen überschaubare Ladenflächen genauso wie ein Altersheim, ein Bürogebäude oder ein umfangreiches Gebäude mit Privatwohnungen.

Geeignete Banken finden

Baufinanzierung

Viele Institute haben für eine Immobilienfinanzierung, die gewerblich ist, einen speziellen Ansprechpartner oder eine eigene Abteilung. Meist können sich Interessierte im Internet informieren, was die Banken genau anbieten und an wen sich Investoren wenden können. Manche Dienstleister konzentrieren sich bei der gewerblichen Baufinanzierung auf Großprojekte, andere finanzieren auch kleinere Bauten. Einige Institute bündeln Vorhaben aller Größen bei einer Abteilung, bei anderen Banken übernimmt die normale Kreditabteilung kleinere Projekte.

Unterschiede bestehen auch bei den geforderten Unterlagen und Sicherheiten. Es kommt auf die konkreten Anforderungen der Banken sowie auf die Art des Projekts an. Ausführliche Projektvorstellungen gehören überall zu einem Kreditantrag. Darüber hinaus müssen Investoren eventuell professionell angefertigte Machbarkeitsstudien, Wirtschaftlichkeitsrechnungen und ähnliches vorlegen. Alle diese Dokumente dienen Banken dazu, die Risiken einer gewerblichen Immobilienfinanzierung besser einzuschätzen. Auch den Hintergrund eines Kreditnehmers wollen sie wissen. Sie setzen häufig entsprechende Erfahrungen in diesem Bereich voraus.

Institute entscheiden erst nach eingehender Prüfung, ob sie eine gewerbliche Immobilienfinanzierung realisieren. Bei einem grundsätzlich positiven Entscheid teilen sie zudem den individuellen Zinssatz mit: Je geringer das Risiko liegt, desto günstiger können Investoren finanzieren. Als wichtiger Faktor verdient die wahrscheinliche Vermietbarkeit Erwähnung. Bei Immobilien in einer guten Lage, in der eine hohe Nachfrage nach den angebotenen Gewerbeflächen oder Wohnungen besteht, gewähren Institute attraktive Konditionen. Bei schlechteren Rahmenbedingungen offerieren sie wesentlich höhere Zinsen. Interessierte sollten die Kosten genau berechnen und ins Verhältnis zu den geplanten Erträgen setzen. Schon vermeintlich kleine Zinsaufschläge auf die erhofften Konditionen können einem Vorhaben die wirtschaftliche Attraktivität rauben oder die Risiken zu stark steigern. In diesem Fall lohnt es sich vielfach, mit den Banken nachzuverhandeln. Bei ihren Angeboten verfügen die Mitarbeiter über gewisse Ermessensspielräume. Zudem empfiehlt es sich, auch mit anderen Instituten Kontakt aufzunehmen und Offerten zu vergleichen.

Mehr zum Thema