Eigenheimrente

Eigenheimrente gut zur Altersvorsorge geeignet

Die Eigenheimrente ist auch als Wohnriester bekannt. Sinnvoll ist diese Art der Altersvorsorge für alle, die sich den Traum von der eigenen Immobilie erfüllen wollen oder diejenigen, die bereits in ihrem Traumhaus wohnen. Statt zur Rente erhalten die Förderberechtigten Zuschüsse vom Staat für die Finanzierung ihrer Immobilie. Insbesondere jüngere Darlehensnehmer und Familien mit Kindern profitieren von der Wohnriester Förderung. Die Vorzüge der Eigenheimrente bestehen in staatlichen Fördermitteln und zusätzlichen Steuervorteilen.

Vorteile der Eigenheimrente

Wohnriester

Förderberechtigt ist ein sehr großer Personenkreis. Das betrifft alle in der gesetzlichen Rentenversicherung Pflichtversicherten, gleich ob Arbeiter, Angestellte oder Selbständige. Darüber hinaus profitieren Beamte, Arbeitnehmer des öffentlichen Dienstes, Bezieher von Kranken- oder Arbeitslosengeld, Eltern in der Erziehungszeit sowie Wehr- und Zivildienstleistende unmittelbar von den Vorteilen. Selbst wer nicht unmittelbar förderberechtigt ist, kann über den berechtigten Ehepartner mit eigenem Vertrag daran partizipieren. Die Grundzulage, die jeder Berechtigte für sein Wohneigentum erhält, beträgt 154 Euro pro Jahr. Hinzu kommt für jedes Kind eine Kinderzulage von 185 Euro jährlich. Ist das Kind ab dem 01.01.2008 geboren, erhöht sich die Kinderzulage auf 300 Euro. Für jüngere Vertragsinhaber unter 25 gibt es zusätzlich einen einmaligen Bonus von 200 Euro. Maximal können 2.100 Euro im Jahr als Sonderausgabenabzug in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Ist der Steuervorteil höher als die Summe der staatlichen Zuschüsse, erhält der Steuerpflichtige die Differenz als Steuergutschrift erstattet.

Diese umfangreichen staatlichen Zulagen können unabhängig von Einkommensgrenzen auf zwei Arten gewinnbringend eingesetzt werden. Eigenheimbesitzer, die ihre Immobilie selbst nutzen, können mit den Zuschüssen ihre gesamte Belastung für den Eigenheimkredit reduzieren und schneller schuldenfrei werden, indem sie die Fördermittel direkt zur Tilgung eines Baudarlehens verwenden. Mithilfe der Zulagen kann man ebenso ein Guthaben auf einem Bausparvertrag ansparen, welches später mit dem niedrigverzinsten Bausparkredit und konstanter Rate zur Entschuldung der Immobilie eingesetzt wird. Die erhaltene Steuergutschrift ist frei verwendbar und entlastet so das Budget des Immobilienbesitzers.

Nachteile der Eigenheimrente

Bevor man einen Vertrag abschließt, sollte man sich jedoch genau über die Bedingungen des Angebotes informieren. Bürokratisch geregelt ist die nachgelagerte Besteuerung der Eigenheimrente. Während der Fördermittelphase wird ein fiktives Wohnförderkonto gebildet. Dort werden alle Zuschüsse verbucht und jedes Jahr theoretisch mit 2 Prozent verzinst. Das so entstandene Guthaben muss im Rentenalter vom Immobilienbesitzer versteuert werden. Das kann auf einen Schlag erfolgen, dann muss der Immobilieneigentümer nur 70 Prozent des Steuerguthabens der Besteuerung unterwerfen. Oder er entscheidet sich dafür, kontinuierlich jährlich einen Steuerbetrag auf das gesamte Wohnförderkonto abzuführen. Bis zum 85. Lebensjahr des Steuerpflichtigen muss die Steuerschuld beglichen sein.

Der beruflich bedingte Umzug und die anschließende Vermietung beeinträchtigen die Fördermöglichkeiten nicht, sofern der Eigentümer spätestens mit dem 67. Lebensjahr wieder in seine Wohnung oder das Haus einzieht. Das Altersvorsorge Verbesserungsgesetz hat die ehemals starren Vorschriften ab 2014 gelockert. Ein Immobilienverkauf ist förderunschädlich möglich, wenn innerhalb von 4 Jahren neues Wohneigentum angeschafft oder innerhalb eines Jahres ein normaler Riestervertrag abgeschlossen wird. Altersgerechte Umbauten werden jetzt ebenfalls gefördert. Die Wohnriester Förderung macht Immobilien als Altersvorsorge rentabel, eine gute Beratung und ein gründlicher Vergleich der Kredit- und Bausparangebote zahlen sich jedoch jederzeit aus.

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