Bausparvergleich

Ein Vergleich von Bauspar-Verträgen lohnt sich!

Lohnt sich ein Bausparvergleich überhaupt noch, oder ist man mit einem herkömmlichen Hauskredit besser bedient? Diese Frage führt in Zeiten der niedrigen Guthabenszinsen immer wieder zu heftigen Diskussionen. Experten sind sich uneins. Denn spätestens nach der letzten Finanzkrise wagt sich keiner mehr an klare Prognosen. Dies hängt davon ab, ob die Zinsen in den nächsten Jahren steigen oder fallen werden, doch das lässt sich derzeit schwer abschätzen, so die Finanzberater.

Doch eines ist im Augenblick jedenfalls ganz deutlich zu erkennen, beim Bausparen gibt es derzeit immer noch bessere Guthabenszinsen auf das Ersparte und ansehnliche staatliche Zulagen gibt es oben drauf. Somit raten die meisten Banken dazu, den Bausparvertrag einem normalen Hypothekendarlehen vorzuziehen. Sie gehen davon aus, dass aufgrund der guten Darlehenszinsen sich gerade bei kürzeren Laufzeiten unter 10 Jahren, ein Bausparvertrag die klügere Wahl ist.

Bausparen

Die Bausparkassen stehen in den letzten Jahren immer häufiger in der Kritik, denn viele davon haben ihre Kunden entweder schlecht oder sogar schädlich beraten. Laut Aussagen von Stiftung Warentest, wurden Anfang des Jahres 20 Tester in verschiedenen Bausparkassen geschickt. Das Ergebnis ist nicht nur ernüchternd, sondern fast schon erschütternd. Obwohl die Berater heutzutage wesentlich besser ausgebildet werden, als dies noch vor einigen Jahren der Fall war, werden hier offensichtlich sogar absichtlich zu hohe Vertragssummen abgeschlossen. Dies bedeutet für das Institut einen höheren Gewinn bei der Abschlussgebühr, außerdem erhoffen sich manche Berater somit ihre Provisionen aufzubessern. Die schlechten Angebote, welche an die Testpersonen ausgegeben wurden, hatten viel zu lange Laufzeiten. Zudem hätten manche Tester ohne einen Bausparvergleich bei einer schlechten Kasse bis zu 13.000 Euro mehr bezahlt, als bei einer anderen Tarifempfehlung eines guten Instituts.

Worauf kann ich beim Abschluss achten?

Die Vorbereitung auf ein Beratergespräch hat höchste Priorität. Manche Kunden denken, dass das Kreditinstitut das schon alles für einen regeln wird. So ist es auch, die Frage ist nur, wie bzw. wer profitiert hier wirklich vom Vertragsabschluss? Somit ist es ratsam, sich niemals auf das Urteil einer Bausparkasse zu verlassen. Machen Sie stets einen Bausparvergleich, reden Sie mit mindestens drei Beratern von verschiedenen Instituten, bevor Sie sich auf einen Abschluss einer Finanzierung einlassen. Recherchieren Sie gründlich, wie viel Geld Sie im Monat zur Verfügung haben, und zwar ohne damit ins Stolpern zu geraten. Stellen Sie von Anfang an klar, was für eine Laufzeit für das Bauspardarlehen infrage kommt. So ein Darlehen muss normalerweise binnen 8 bis 11 Jahren wieder vollständig zurückgezahlt werden.

Ein guter Berater legt einem die genauen Daten vor, diese müssen den effektiven Jahreszins, die Laufzeit, die Tilgung inklusive Zinsen, die Darlehenssumme und die daraus folgende monatliche Belastung beinhalten. Bestehen Sie auf die Option von Sondertilgungen und einen ungefähren Termin, für die Zuteilungsphase. Lassen Sie sich diese Angaben schriftlich von mehreren Anbietern vorlegen, um ein klares Bild vom jeweiligen Geldgeber zu bekommen und setzen Sie sich damit auseinander, ob ein Bausparvertrag wirklich sinnvoll ist.

Tipp: Auch das Thema Abschlussgebühren wird heftig diskutiert. Hier ist Verhandlungsgeschick gefragt, laut Verbraucherschutz ist es manchen Beratern sogar gestattet, die Gebühren teilweise zu erlassen. Sollte die Gebühr wesentlich höher, als bei den anderen Kassen sein, ist Skepsis angesagt.

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