Bauernhaus Kaufen

Ein Bauernhaus als historische Immobilie

Ein Bauernhaus zu kaufen ist der Wunsch vieler, die eine Alternative zum Leben in der Stadt suchen. Das besondere an einem Bauernhaus ist, dass es in aller Regel nicht allein steht. Es gehört meist zu einem Hof, auch Resthof genannt. Deshalb kann es sowohl als ein Platz zum Wohnen aber auch als Arbeitsplatz dienen. Ältere Objekte verfügen meist neben dem Wohnhaus zusätzlich über Nebengebäude, wie etwa Lagerräume und Ställe.

Auch im Haupthaus, dem eigentlichen Bauernhaus, finden sich neben Wohnräumen und einer großen Küche häufig noch Wirtschaftsräume. Liebhaber, die ein Bauernhaus kaufen wollen, wissen meist ganz genau, was sie mit allen diesen Gebäuden anfangen wollen.

Haus bauen/kaufen

Die zahlreichen Nebengelasse eines Bauernhauses wurden einst landwirtschaftlich genutzt. Ein Bauernhaus zu kaufen oder es zu ersteigern bedeutet, diese Räumlichkeiten ganz neuen Zwecken zuzuführen. Man kann sie restaurieren und in Hobbyräume umfunktionieren. Ein neu ausgebautes Bauernhaus bietet mit seinen vielen Möglichkeiten so auch genügend Platz für eine lang gewünschte Sauna oder einen eigenen Fitnessraum. Liebhaber, die ein Bauernhaus kaufen, legen beim Umbau und bei der Veränderung der Einrichtung Wert auf den Charakter und die Architektur der Gebäude, damit auch der Charme des Ensembles erhalten bleibt.

Zustand der Gebäude genau prüfen

Es ist gar nicht so einfach, ein passendes Objekt zu finden. Denn sehr viele Menschen sind auf der Suche nach solchen Anwesen, das meist auch viele Hektar Wiesen und Weideflächen bieten. Hat man nach langer Suche passende Objekte gefunden, sollten diese dennoch gründlich in Augenschein genommen werden. Dabei sollte das Bauernhaus von innen und außen, vom Dach zum Keller, vom Haupthaus zu den Nebengebäuden gründlich angeschaut werden. Mindestens zwei Termine empfehlen Experten für eine solche Besichtigung. Beim ersten Termin gilt es, Größe, Aufteilung Lage und Ausstattung zu überprüfen. Beim zweiten heißt es, gründlich in alle Ecken zu schauen. Damit können mögliche Wertminderungen und der Bedarf bei der Sanierung und beim Bauen besser eingeschätzt werden.

Vorsicht heißt es bei eher verschachtelten Anbauten sowie Verkleidungen an Boden und Wänden. Dahinter können sich Mängel verstecken. Feuchtigkeit droht im Keller, wenn dieser beim Bauen nicht richtig abgedichtet wurde. Bei tragenden Elementen sollte auf Rost geachtet werden. Das Problem alter Bauernhäuser liegt außerdem in morschen Balken oder korrodierte Leitungen. Besonderes Augenmerk bei der Besichtigung sollte auf sämtliche Nebengebäude gelegt werden. Dabei stimmt es übrigens nicht, dass Gebäude aus Holz, wie Ställe oder Scheunen, schneller verfallen als Gebäude aus Stein, wie etwa das Haupthaus oder das Wirtschaftshaus. Das Problem beim Nebengelass besteht eher darin, dass diese Gebäude nicht beheizt und selten ordentlich gedämmt wurden und deshalb der Feuchtigkeit weniger entgegenzusetzen hatten.

Individuell gestalten

Was den Umbau und die Einrichtung betrifft, bieten gerade Bauernhäuser viele Möglichkeiten. Bei ihnen handelt es sich oft um Fachwerkgebäude, die sich durch kleine Fenstern und niedrige Decken sowie einfache Hausgrundrisse auszeichnen. Da der Rahmen des Fachwerks aus Holz ist, sollte er auf Feuchtigkeit untersucht werden. Auch das Mauerwerk zwischen den Holzbalken muss auf Schäden geprüft werden. Im Innern eines Bauernhauses sind Räumlichkeiten eher klein. Eine Idee ist es, Nischen mit Möbeln und Accessoires zu gemütlichen Erholungsecken umzugestalten. Häufig verfügen Bauernhäuser zusätzlich über einem Kachelofen. Er dient nicht nur zum Heizen, sondern kann auch für eine behagliche Wohnatmosphäre sorgen. Eine vornehmlich rustikale Ausstattung geht sehr gut mit der historischen Bausubstanz zusammen. Beim Um- und Ausbau muss diese Idee erhalten bleiben.

Denn oft redet bei Bauernhäusern oder Anwesen in historisch bedeutsamen Gebieten, wie etwa Altstädten oder geschützten Landschaften, der Denkmalschutz mit, wenn es um Sanierung, Um- oder Ausbau geht. Stehen ein Haus, ein Hof oder ein Ensemble unter Denkmalschutz, können sie nur eingeschränkt ausgebaut und saniert werden, ein kompletter Umbau ist in vielen Fällen überhaupt nicht erlaubt. Bevor Interessenten ein Bauernhaus kaufen, sollten sie sich über die Bestimmungen vor Ort informieren. Außerdem muss ein historisches Gebäude nicht unbedingt umgebaut werden. Ist es ansonsten noch gut erhalten, reicht eine vorsichtige Sanierung durchaus aus.

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